Wer seid ihr, und wie ist ADAM entstanden?

Denise: Ich bin mit dem Camping großgeworden und war schon als Kind mit meinen Eltern im Bus unterwegs. Später hatte ich meinen eigenen kleinen VW, und als ich Alex kennengelernt habe, hatte der auch einen. Wir sind eine Patchwork-Familie, zwei Kinder von mir, eins von ihm. Mit zwei getrennten Bussen unterwegs zu sein, hat irgendwann einfach keinen Sinn mehr ergeben. Wir brauchten ein großes Fahrzeug, und so ist ADAM entstanden.

Warum ein selbst ausgebauter Sprinter 4x4 und kein fertiges Wohnmobil von der Stange?

Alex: Das war für uns von Anfang an klar. Mein Vater fährt einen Allrad-Sprinter, da gab es schon eine Verbindung, und wir sind beide unheimlich gerne in den Bergen. Die fertigen Modelle von der Stange finden wir ehrlich gesagt unfassbar hässlich, diese Alkoven, pragmatisch, aber hässlich. Beim Allrad kommt der Lifestyle-Gedanke dazu: Ständig im Gelände sind wir sicher nicht unterwegs, aber die Möglichkeit zu haben, wenn man wollte, war uns wichtig. Und wenn du fünf Personen unterbringen willst, ohne auf acht oder neun Meter zu gehen, ist die Auswahl am Markt ohnehin klein.

Ihr hättet die Möbel handwerklich selbst bauen können. Warum dann der Bausatz von Campany?

Alex: Wir haben im Freundeskreis welche, die haben alles selbst gemacht und waren dann stundenlang mit einem einzigen Schrank beschäftigt. Wir hatten uns vorgenommen, zu Ostern reisefertig zu sein, und Elektrik, Innenausbau und Dämmung haben schon genug Zeit gekostet. Handwerklich hätten wir die Möbel auch hinbekommen, aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis war Campany mega. Dazu kommt das Gewicht, das ein riesiges Thema ist: Bei Campany ist alles Leichtbau. Deswegen haben wir gesagt, den Teil übernehmen wir gerne von dort.

Wie lief der Kontakt mit Campany, von der Bestellung bis zum Service?

Alex: Wir sind über Instagram auf Campany gestoßen und hatten dann letztes Jahr einen Termin mit David in der Ausstellung. Ab der ersten Minute haben wir uns gut aufgehoben gefühlt, der Eindruck, den wir online hatten, hat sich sofort bestätigt. Melanie hat uns das Angebot zusammengestellt. Und wenn ich während des Ausbaus eine Mail geschrieben habe, kam von David sofort eine Antwort. Auch die Empfehlung zu Kai von Reisewagenworks fürs Dach kam von David, eine geniale Empfehlung. Bei Rückfragen hat Kai direkt zurückgerufen.

Gab es irgendwelche Probleme bei der Planung oder Umsetzung?

Denise: Das Kinderbett, das wir geplant und bestellt hatten, kollidiert mit den Oberschränken an den Airline-Schienen. Schränke weglassen war aber keine Option. Eine Mail an Melanie, und sofort kam zurück: kein Problem, nehmen wir zurück. Mega entspannt. Genau dieses Gefühl, immer sofort eine Rückmeldung zu bekommen, hat für uns den Unterschied gemacht.

Was habt ihr selbst gemacht, und wo brauchtet Ihr Hilfe?

Alex: Dämmung, Boden, Elektrik, Verkleidung und den Stauraum vorne haben wir selbst gebaut, das Filzen der Holzteile hat Denise übernommen. Das Dach hat Kai von Reisewagenworks eingebaut, das war eine Empfehlung von David bei Campany. Die Elektrik habe ich zu rund 95 Prozent selbst gemacht. Mein Geschäftspartner kennt sich damit aus, mit dem habe ich mich oft ausgetauscht, und das gute Gefühl, dass nochmal jemand mit Ahnung drüberschaut, war mir viel wert.

Gab es beim Einbau Stellen, an denen es schwierig wurde?

Alex: Am unklarsten war ein PDF mit den Maßen und Bohrlöchern der Airline-Schienen. Daraus ging nicht hervor, was vorne und hinten oder oben und unten ist, also haben wir am Ende alles selbst ausgemessen. Das hätten wir uns sparen können, aber eine zwanzigseitige Aufbauanleitung hatte ich auch nicht erwartet. Beim PVC-Boden haben wir jetzt zwei, drei Beulen, weil ich beim Kleber gespart habe, obwohl Denise gesagt hatte, ich solle mehr nehmen. Das sind Kleinigkeiten, die dem Auto eher Charakter geben.

Für wen ist so ein Camper Selbstausbau machbar, für wen eher nicht?

Alex: Ganz alleine hätte ich es mir nicht zugetraut, die Elektrik komplett selbst zu machen, auf gar keinen Fall. Du brauchst ordentliches Werkzeug, damit es gut wird und hält. Wenn man ohnehin 80.000 oder 90.000 Euro ausgibt, sollte man an den 2.000 bis 3.000 Euro fürs Werkzeug nicht sparen. Bei der Elektrik sollte man wissen, was man tut, oder jemanden haben, der sich auskennt. Und die örtlichen Gegebenheiten machen viel aus: Ich habe eine beheizte Halle am Haus, das war ein echter Luxus. Wer in einer Mietwohnung im dritten Stock wohnt und auf der Straße ausbaut, hat es deutlich schwerer. Und vier Hände sind besser als zwei.

Wie war die erste Tour?

Alex: Die Erst-Tour ging an Ostern an den Comer See, ohne Kinder. Hat auf Anhieb funktioniert. Nach den ersten zwei Ausfahrten haben wir gemerkt, die 50-Meter-Kabeltrommel kann zu Hause bleiben, die Solaranlage trägt uns autark durch. So wächst das Auto mit unseren Anforderungen. Macht unglaublich Spaß.

Würdet ihr es wieder so machen?

Denise: Auf jeden Fall. Am Ende ist genau das Fahrzeug entstanden, das wir wollten: fünf Plätze auf sechs Metern, selbst gebaut, mit den Möbeln aus dem Bausatz. Gestern Abend haben wir im Hof auf der Bank gesessen, unser Auto angeschaut und beide gesagt: einfach ein geiles Auto geworden. Unser Fünfjähriger zeigt jedes Mal drauf, „da ist der Adam", und fragt: „Wann schlafen wir mal wieder drin, Papa?" Wir würden jederzeit wieder zu Campany gehen.


Alex und Denise haben sich für ihren Mercedes Sprinter 4x4 einen Möbel-Bausatz aus dem Campany-Modulsystem entschieden, mit dem breiten Bett 145, mehreren Hänge- und Stauraummodulen und einem Heckauszug, dazu das Campany-Aufstelldach.

Wenn du selbst über einen Ausbau nachdenkst, findest du das Modulsystem hier: Camper-Ausbau Module. Für Fragen zur passenden Konfiguration kannst du uns jederzeit ansprechen.

Mehr über ADAM und die Abenteuer der beiden findest du bei Instagram

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